Haus & Grund Heidelberg
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AKtuelles aus Heidelberg

und der Region

Sanierungsoffensive

Pressefoto_Würzner_WebNur eine Sanierungsoffensive im Gebäudebestand könne zur Klimaneutralität beitragen appelliert der Heidelberger Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner an die Heidelberger Hausbesitzer.

Was dies konkret bedeutet hinterfragt Thilo Koch, Vorstand von Haus & Grund, in einem Interview mit dem Oberbürgermeister.



1. Was bedeutet Klimaneutralität für die Stadt?
Es bedeutet, dass wir unseren negativen Einfluss auf das Klima so weit wie möglich reduzieren wol-len. Bis spätestens 2050 wollen wir unsere Treibhausgas-Emissionen um 95% gesenkt haben. Dafür muss vor allem im Gebäudebestand, bei der Energieversorgung und im Bereich Mobilität noch viel passieren. Der Weg ist noch lang – aber wir laufen immerhin schon eine ganze Weile.

2. Welche Ziele bzw. Strategien hat die Stadt formuliert um Ihren Beitrag zur Klimaneutralität im Gebäudebestand zu leisten?

Bei unseren eigenen städtischen Gebäuden haben wir hohe Standards für die energetische Sanierung gesetzt – und seit 1993 so bereits den Energiebedarf um 50 Prozent reduzieren können Zudem wird darauf geachtet, dass direkt auf einen hohen Energiestandard gedämmt wird. Im Neubau setzen wir nur noch auf den hocheffizienten Passivhaus Standard. Der Anteil erneuerbarer Energien an der Strom- und Wärmeversorgung soll kontinuierlich gesteigert werden und bis spätestens 2050 komplett aus erneuerbaren Energien bestehen.

3. Wie können Hausbesitzer zur Klimaneutralität beitragen?
Die Treibhausgas-Emissionen aus der Energieversorgung von Gebäuden sind immens. Auf private Haushalte in Deutschland entfallen rund ein Viertel des gesamten Energieverbrauchs. Wer ein Haus besitzt, sollte daher zunächst fragen: Wie kann ich meinen Energiebedarf senken? Und als zweites: Wie kann ich möglichst komplett auf erneuerbare Energien umsteigen. Um den Energiebedarf zu senken, lohnt es sich, mehrere Sanierungsmaßnahmen am Haus zu kombinieren: Außenwanddämmung, Fenstertausch und – wenn das Gerüst schon mal steht – eine Photovoltaikanlage aufs Dach. Als Stadt beraten wir auch zu Fördermöglichkeiten – und geben für viele Maßnahmen auch selbst Geld an unsere Bürgerinnen und Bürger.

4. Wie sehen Sie das Engagement der Heidelberger Hausbesitzer bei der energetischen Gebäudesanierung?
Ausbaufähig. Wir möchten die Sanierungsrate in Heidelberg auf jährlich 2,5 Prozent anheben. Die Stadt Heidelberg plant dabei, mit energetischen Quartierskonzepten in verschiedenen Stadtteilen das Sanierungspotential aufzuzeigen und ein niederschwelliges Beratungsangebot vor Ort anzubieten.

5. Welche Unterstützung, sei es durch finanzielle Förderung oder durch praktische Hilfe, bietet die Stadt den Hausbesitzern um Ihre Gebäude energetisch zu sanieren?
Die Stadt bietet ein attraktives Förderprogramm für energetische Sanierung, das Förderprogramm „Rationelle Energieverwendung“. Seit 1993 werden mit dem Förderprogramm Sanierungsmaßnahmen die die Dämmung von Außenwand, Dach, Geschossdecken, der Austausch von Fenstern und seit neuestem auch die Installation von Photovoltaikanlagen gefördert. Für die Kombination mehrerer Dämmmaßnahmen gibt es einen Bonus. Außerdem gibt es natürlich für Hausbesitzerinnen und Haus-besitzer in Heidelberg die kostenlose Energieberatung durch die Klimaschutz- und Energieberatungs-agentur Heidelberg – Rhein-Neckar-Kreis.

6. Sind die der Stadt zur Verfügung stehenden Fördermittel Mittel ausreichend um das ambitio-nierte Ziel von Klimaneutralität zu erreichen?
Die Stadt Heidelberg stellt derzeit 1,5 Millionen Euro pro Jahr für das Förderprogramm „Rationelle Energieverwendung“ bereit. Zudem ist die Förderung bei Einzelmaßnahmen mit denen der Bundesförderung für effiziente Gebäude kombinierbar, so können bis zu 25 Prozent gefördert werden. Natürlich könnte man mit noch höheren Förderansätzen auch mehr Menschen motivieren, ihre Immobilien zu modernisieren. Aber einer Kommune sind da finanziell auch Grenzen gesetzt.

7. Was spielt die Klimaschutz- und Energie-Beratungsagentur Heidelberg - Rhein-Neckar-Kreis hierbei für eine Rolle?
Die KliBA wurde 1997 als erste regionale Energieagentur in Baden-Württemberg gegründet. Zentrale Aufgabe der KliBA ist die Beratung zu Energieeinsparungen und Energieeffizienz für Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Kommunen. Das Beratungsangebot für Bürgerinnen und Bürger ist kostenlos – und das baut schon einmal viele Hürden ab.

Heidelberger Grundstücksmarktbericht

Immobilienpreise wieder deutlich gestiegen

Die Immobilienpreise in Heidelberg sind wieder deutlich gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Grundstücksmarktbericht, den der Gutachterausschuss jährlich im Wechsel mit den Bodenrichtwerten herausgibt.

Im Grundstücksmarktbericht wird der Grundstücksmarkt anhand der Umsatzzahlen, des Preisniveaus und der Preisentwicklung dargestellt. Der Grundstücksmarktbericht ist somit eine reine Auswertung, um den derzeitigen Wert von Immobilien ermitteln und den Markt einschätzen zu können. Doch woher kommen diese Zahlen? Der Gutachterausschuss wertet jährlich durchschnittlich zwischen 1.500 und 1.600 Kaufverträge für die Kaufpreissammlung aus. Auch bietet der Grundstücksmarktbericht als Orientierungshilfe potentiellen Käufern und Verkäufern die Möglichkeit, sich selbst über die sich ständig wandelnde Marktlage zu informieren.

Info: Der aktuelle Grundstücksmarktbericht kann beim Gutachterausschluss per Mail ( ) als Broschüre inkl. CD-ROM (€ 40,00) oder als pdf-Datei ohne CD-ROM (€ 25,00) unter Angabe der Rechnungsanschrift bestellt werden.

Weitere Informationen sowie ein ausführliches Interview mit dem Ausschussvorsitzenden, Herrn Vincent Rexroth, finden Sie auch in nachfolgendem Artikel der Rhein-Neckar-Zeitung:

                                        Artikel Rhein-Neckar-Zeitung vom 22.06.2020

Zwischennutzungsagentur Heidelberg – TEAM Z

TEAM Z ist die von der Stadt Heidelberg beauftragte Zwischennutzungsagentur in Heidelberg. Ziel
des TEAM Z ist es, leere Räume in Heidelberg mit Zwischennutzungen zu lebendigen Orten und
Wirkstätten für die Kultur- und Kreativwirtschaft umzugestalten.

Als Zwischennutzung werden zeitlich befristete Übergangsnutzungen von leerstehenden Gewerbe-
/Büro- oder Ladenflächen bezeichnet. Zwischennutzungen dienen als Instrument zur Aktivierung von
brachliegenden Flächen. Zwischennutzungen im Rahmen von kurzfristigen künstlerischen Projekten,
temporären Pop-up-Stores in der Übergangsphase von einem Mieter zum nächsten oder auch
mittelfristigen Nutzungen durch Kreativunternehmen unterstützen nicht nur die prosperierende
Kultur- und Kreativwirtschaft, sondern auch die Entwicklung von Quartieren und Stadtteilen und sind
für Immobilienbesitzer eine gute Möglichkeit, die Attraktivität von Leerständen zu steigern.
Bei vielen Interessierten fehlt es oft an Wissen, ob eine temporäre Nutzung umsetzbar ist. TEAM Z ist
Ansprechpartner für alle an Zwischennutzungen potentiell beteiligten Partner*innen: Akteur*innen
aus der Kultur- und Kreativwirtschaft, Immobilieneigentümer*innen, Unternehmen und auch
Privatpersonen mit freien Flächen.

„Wir wollen Zwischennutzungen unkompliziert ermöglichen, fachlich begleiten und mehr bezahlbare
Arbeits- und Produktionsräume für Kreative und Künstler in unserer Stadt schaffen, um sie auch
langfristig hier zu halten“
, sagt Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner. „Durch die kreative
Belebung leerstehender Räume profitieren nicht nur Kreativschaffende, sondern auch Eigentümer
von Immobilien, die dadurch nachteilige Leerstände überbrücken können und die Stadtgesellschaft,
die neue Dienstleistungen, urbane Formate und künstlerische Trends für sich entdecken kann“
, so
Würzner.

Wenn eine Zwischennutzung Ihrer Immobilie in Frage kommt, kontaktieren Sie das TEAM Z unter
und vereinbaren einen Besichtigungstermin.

Pressemitteilungen

27.10.2021
14.10.2021
07.10.2021